Johanneskirche Heckinghausen
Johanneskirche
Die Johanneskirche an der Heckinghauser Str. wurde in der Nacht zum 30.05.1943 ein Raub der Bomben und Flammen. Sie beherbergte eine Orgel, die 1876 von der Orgelbauwerkstatt Meier (Herford) erbaut wurde. 1927/1928 wurde diese Orgel von der Orgelbauwerkstatt Furtwängler & Hammer aus Hannover teilweise im Sinne der Orgelbewegung umgebaut. Auf Veranlassung des Wupperfelder Kantor und späteren Professors an der Spandauer Kirchenmusikschule Gottfried Grote wurde diese Orgel somit zur ersten "Bach-Orgel" des Wuppertaler Raumes.
Sie hatte nach dem Umbau von 1927/28 folgende Disposition:
|
Manual I (Hauptwerk) |
Manual II (Schwellwerk) |
Manual III (Rückpositiv) |
Pedal |
|
Quintade 16' Principal 8' Rohrflöte 8' Octave 4' Gemshorn 4' Rauschquinte 2f. Mixtur 5f. |
Nachthorn 8' Kupferflöte 4' Octave 2' Sifflöte 1' Sesquialtera 2f. Dulcian 16' Krummhorn 8' Tremulant |
Gedackt 8' Quintade 8' Nachthorn 4' Rohrflöte 2' Zimbel 2f. Vox humana 8' Tremulant |
Principal 16' Octave 8' Bauernrauschpfeife 3f. Posaune 16' Cornett 4' |
Spielhilfen:
Drei freie General- und zwei zusätzliche Pedal-Kombinationen, Normalkoppeln, Walze. Ob Sub- und Siperoctavkoppeln aus der Vor-Orgel übernommen wurden, ist ungewiß, angesichts der Weiterverwendung von Transmissionen (insgesamt fünf: Quintade 16', Gdakct 8', Nachthorn 4', Rohrflöte 2' und Dulzian 16') aber durchaus denkbar. Das System war elektropneumatisch, eine Konzession an die Romantik.
Am 17.11.1928 gab Albert Schweitzer (als Bach-Forscher und Organist ebenso bekannt wie als Urwaldarzt, Theologe und Philosoph) an dieser Orgel ein denkwürdiges Konzert mit Werken von J.S.Bach.
